Leipzig stieg nach der Wiedervereinigung zum Boomtown in Ostdeutschland auf und beansprucht als Messe- und Finanzstadt diesen Rang nach wie vor. Dutzende Fachmessen und die größte Bankendichte nach Frankfurt/M. setzen die wirtschaftlichen Akzente im sächsischen Handelszentrum. Darüber hinaus nimmt Leipzig auch in Sachen Kunst, Kultur und Wissenschaft eine Spitzenstellung ein. Von diesen Faktoren profitiert das gesellschaftliche Leben außerordentlich. Leipzig wartet mit einer bunten Kulturszene auf, die speziell junge Menschen anspricht. Im Unterschied zu anderen ostdeutschen Städten wächst die Einwohneranzahl seit ein paar Jahren kontinuierlich.
Schön wohnen und günstig leben – beides bildet in Leipzig keinen Widerspruch. Frisch renovierte Altbauwohnungen in Jugendstil- oder Gründerzeithäusern zu vergleichsweise niedrigen Preisen sind hier keine Seltenheit.
Studentischer Alltag
Mehrere Hochschulen, renommierte Forschungsinstitute (Max-Planck-, Fraunhofer- und Leibniz-Institute) und die traditionsreiche Universität (Gründungsjahr 1409), an der rund 27.000 Menschen ausgebildet werden, begründen Leipzigs Ruf als Wissenschaftsstandort. Studierende können sich günstig in der Nähe ihrer Wahlhochschule einquartieren. Es besteht ein Überangebot an freien Wohnungen. Wer seinen Erstwohnsitz nach Leipzig verlegt, erhält von der Stadt 50 Euro Begrüßungsgeld. Günstig ist auch das Studium selbst: Thüringen erhebt keine Studiengebühren. Über mangelnde Möglichkeiten der Freizeitgestaltung muss man sich keine Sorgen machen. Wegen der großen Dichte an Kneipen und Straßencafes in schönem Ambiente trägt Leipzig auch den Beinamen „Klein-Paris“. Dabei ist Leipzig – mehr noch als die Metropole an der Seine – eine äußerst grüne Stadt. Die Auenlandschaft entlang der Flüsse Elster, Pleiße und Luppe bildet einen riesigen Grünzug (1.800 Hektar) mitten in der Stadt.
Studienfächer mit Erfolgsaussichten für eine Studienplatzklage:
Humanmedizin
Die Lehrräume des Uniklinikums Leipzig wurden vollständig modernisiert und in der Ausstattung dem wissenschaftlichen Niveau angepasst. Das Studium ist durch Gastprofessoren aus dem Ausland international ausgerichtet. Studienanfänger pro Jahr (gerundet): 300.
Zahnmedizin
Behandlungs-, Phantom- und Laborplätze wurden zu einem großen Teil modernisiert. Die internationale Ausrichtung ist eine Besonderheit. Studienanfänger pro Jahr (gerundet): 50.
Tiermedizin
Studierende der Tiermedizin müssen über die bundeseinheitliche Approbationsordnung hinaus ein einwöchiges klinisches Intensivpraktikum absolvieren und können als studentische Hilfskraft ihre Fachkenntnisse während des Studiums erweitern. Studienanfänger pro Jahr (gerundet): 150.